DAEDALOS Nr. 9 34

Inhaltsverzeichnis

Editorial

Leserbriefe

Ausgewählte Story

Rezensionen

Hochverehrtes Publikum!

Mit der vorliegenden Nummer 9 des DAEDALOS legen wir Euch wieder ein »normales« Heft in gewohnter Aufmachung und editorischer Konzeption vor. Wir freuen uns, daß die Nummer 8, die ganz der Reminiszenz an die Bibliothek des Hauses Usher aus Anlaß ihres Starts dreißig Jahre zuvor gewidmet war, so breiten Anklang hat finden können. Es ist uns Ermunterung und Ansporn, in unserer Arbeit voller Elan weiterzumachen.

Eine gute Nachricht haben wir zu verkünden: Ab Herbst dieses Jahres wird es eine weitere Heftreihe »DAEDALOS extra« geben, in der wir Einzelwerke oder Storysammlungen von Autoren / Autorinnen oder Storysammlungen zu bestimmten Themen bringen werden. Wir beginnen im Herbst 2000 mit einer neuen Sammlung meist bislang unveröffentlichter Geschichten der Berliner Autorin Eddie M. Angerhuber und haben bereits die Nummer 2 von »DAEDALOS extra« in der Planung, nämlich die deutsche Erstveröffentlichung von Bram Stokers Erstling »Under the Sunset« von 1882 in möglichst originalgetreuer Aufmachung. Wir hoffen, mit dieser Zusatzreihe Euren Interessen noch ein wenig mehr entsprechen zu können. (...)

Wir wollen die Gelegenheit nutzen und uns einmal ausdrücklich recht herzlich bedanken bei all denjenigen, die zum Gelingen des »Projekts DAEDALOS« beigetragen haben, und hier möchten wir vor allem den Autoren und den Lesern danken.

Aber nun zu den Geschichten in dieser Ausgabe. Wir beginnen mit Jörg Weigands »Hurra, hurra - wir leben noch!«, einer beklemmenden Vision aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, die erschreckende Realitätsbezüge aufweist. Jörg Weigand ist einer der bekanntesten zeitgenössischen deutschen Autoren phantastischer Literatur und einer der fleißigsten Herausgeber von Anthologien dieses Genres.

Weiter geht es mit einer Autorin, die unter dem Pseudonym stok schreibt und uns ihre von Daphne du Mauriers »Die Vögel« inspirierte Tiergeschichte »Fautille« über aufdringliche Spatzen vorlegt.

Der in den letzten Jahren vor allem als »Medusenblut«-Herausgeber im phantastischen Bereich tätige Boris Koch tritt hier mit seiner Science-Fiction-Doomsday-Story »Terraforming« an, die gerade mit ihrer Mischung aus resignativer Ironie und weltumspannendem Schrecken besticht.

In der Art klassischer Abenteuergeschichten erzählt Michael Tillmann in »Lebendig verdaut« von eigentümlichen evolutionären Entwicklungen der Fauna, wobei Anklänge an »Alien« oder Teile des Lovecraft-Universums nicht zufällig sein dürften. Michael Tillmann wurde 1969 im Ruhrgebiet geboren und lebt auch dort. Er studiert in Essen Ökologie. Veröffentlicht hat er bisher in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften, darunter in der bereits erwähnten »Medusenblut«-Reihe.

Den Abschluß bildet Auguste Groners »Der Unsichtbare«, eine Geschichte, die für Euch und uns Robert N. Bloch dank seines umfassenden Wissens um gerade die deutschsprachige Phantastik wieder einmal hat ausgraben können. An dieser Stelle ein ganz besonderes Dankeschön an Robert N. Bloch. Näheres zur Geschichte und der Autorin ist den Anmerkungen Robert N. Blochs zu entnehmen.

Viel Spaß beim Schmökern wünscht Euch Euer

DAEDALOS-Team

Haan und Berlin im Juni 2000